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Der optimale Aquascaping Bodengrund

Emil Enseleit
2021

Der optimale Bodengrundaufbau in deinem Aquarium

In diesem Artikel geht es darum, wie du richtig den Bodengrund für dein Aquascape aufbaust, was es für verschiedene Bodengründe gibt und welche Unterschiede es zwischen diesen verschiedenen Bodengründen gibt.

Wie solltest du deinen Bodengrund in deinem Aquarium aufbauen?

Ich setze in meinen Aquascapes auf Soil Bodengründe. Das bedeutet, es sind Bodengründe, die einerseits aus Naturmaterialien und andererseits aus gebrannten Erden bestehen. Durch die gebrannte Erde, sind Nährstoffe in dem Bodengrund vorhanden, deshalb kann man auch diesen als aktiven Bodengrund bezeichnen, da er sich später im Aquarium auf die  Wasserwerte auswirkt. Erzeugt wird dabei weiches und saures Wasser, welches speziell einigen Garnelenarten oder auch Zierfischen und Wasserpflanzen sehr entgegenkommt, da sie diese Wasserwerte bevorzugen. Dadurch kann sich die Nährstoffaufnahme von deinen Pflanzen bei einem pH-Wert von unter 7 deutlich verbessern. 

Grundsätzlich kann man festhalten, dass Soils gibt. Es gibt vorgedüngten Soil, was sehr gut geeignet ist für Aquascapes mit vielen Pflanzen und Soils, die speziell für die Haltung/Züchtung von Garnelenarten (also Weichwasser Garnelen), wie zum Beispiel den Caridina, oder auch Neocaridina Arten vorgesehen sind.

In der Regel bestehen diese Bodengründe aus natürlichen Erden vulkanischen Ursprungs, welche reich an Spurenelementen und anderen Nährstoffen sind. In speziellen Herstellungsverfahren werden diese Erden in eine körnige Form gebracht und leicht gebrannt. Teilweise fließen auch noch andere Zusätze wie Kohle mit in die Komposition des Bodengrundes ein. Kohleanteile im Boden sorgen für klareres Wasser und binden Schmutzpartikel. Die natürlichen Erden enthalten Humin- und Fulvosäuren, welche die Lebensqualität von Zierfischen und Weichwassergarnelen erhöht. Die Soil-Kugeln sind formstabil, aber im Vergleich zu Kieskörnern wesentlich weicher. Dies erleichtert das Verwurzeln der Wasserpflanzen mit den Bodengrund-Partikeln. Soil ist oft dunkelbraun bis schwarz durch die natürliche Farbe der vulkanischen Erde. Soil ist auch in verschiedenen Körnungen erhältlich. Eine feine “Powder”-Körnung erleichtert das Einpflanzen und Verwurzeln von kleinen Bodendeckern. Ein Beispiel für ein besonders feinkörniges Soil ist das Tropica Powder Soil. Es gibt auch Unterschiede der Düngung bei Soil. Hier ist ein gutes Beispiel das ADA Amazonia Soil Light. Dieses ist etwas weniger gedüngt. Es hat den Vorteil, dass wenn man sein Aquarium bepflanzt, es keinen Nährstoffüberschuss gibt. Dadurch bilden sich zum Beispiel weniger Algen, also man minimiert zumindest mit dem Soil das Risiko. Gerade bei kleineren Becken sieht es auch einfach besser aus, wenn man Powder Soil als oberste Schicht nimmt. Außerdem hält der Powder Soil deine Pflanzen bei dem Einpflanzen besser fest, da die Pflanzen ja noch keine Wurzeln ausgebildet haben.

Bodengrundaufbau für das Q-Grow Black Rock Iwagumi 

Konkret bei diesem Projekt unterteile ich die einzelnen Schichten in drei Abschnitte:

  1. Unterste Schicht: Grobes, poröses Gestein (Vulcano Mineral)
  2. Mittlere Schicht: Tropica Soil
  3. Oberste Schicht: Tropica Powder Soil

Die unterste Schicht sorgt durch diese poröse Oberfläche, dass sich schnell Bakterien ansiedeln können und man dort auch noch einen Nährstoffaustausch hat und das Wasser quasi steht. Auf die unterste Schicht kommt normales Soil, was dazu dient, das Vulcano Mineral zu verdecken und um damit auch Anstiege machen zu können, um beispielsweise eine schöne Tiefenwirkung zu erzeugen. Und ganz zum Schluss kommt eine dünne Schicht Powder Soil, das hauptsächlich für die Optik da ist. Es ist aber auch für die oben angesprochenen Punkte wichtig. 

Das ist erstmal der grundsätzliche Bodengrundaufbau, den man immer haben sollte. Diesen habe ich bisher auch in all meinen Becken verwendet und fahre damit sehr gute Ergebnisse. Jetzt gibt es dabei aber wieder Unterschiede. Man kann diesen Bodengrundaufbau noch erweitern oder mit anderen Zusatzstoffen arbeiten

Mironekuton – Mineralienboost für dein Aquarium

Mironekuton ist ein 100% natürliches Mineralpulver mit Ursprung in Japan ohne Zusatzstoffe. Aufgrund seiner großen Anzahl positiver Eigenschaften ist es bei Garnelen Züchtern und Aquakulturbauern hoch angesehen. Insbesondere bei der Verwendung von Bodensubstraten, da es die Mikrobiologie, die dich leichter durch die Einfahrphase bringen kann. Während der Einfahrphase des Aquariums wird Mironekuton als Mineralzusatz eingesetzt und  fördert dadurch von Anfang an das Wachstum wichtiger Mikroorganismen. Mironekuton gibt dann kontinuierlich Nährstoffe an das Aquascape und seine Bewohner ab. Vor allem für Garnelen ist dieses Pulver eine wichtige Nährstoffquelle.

Mironekuton senkt das Risiko für ein möglichen Ph Sturz. Außerdem sorgt es für einen gesunden Pflanzenwachstum sowie deren Wurzelbildung und ein auch wichtiger Punkt ist, dass es für glasklares Wasser sorgt und unangenehme Gerüche entfernt. Außerdem wird Mironekuton in bei der Herstellung von Futter verwendet und ist auch ein Bestandteil vom Endprodukt. Speziell für die Meerwasseraquaristik wird es oft auch für das Aufsalzen von Osmosewasser genutzt. Das ist der einzige Bodengrundzusatz, den ich benutze. 

Wie lange ist Soil haltbar?

Wenn du einen Sack voll Soil aufmachst, siehst du leicht eine gewisse Grundfeuchtigkeit. Diese ist auch wichtig, damit die darin gehaltenen Nährstoffe gehalten werden können und die Soil -Kugeln formstabil bleiben. Solltest du zum Beispiel dein Hardscape nochmal neu setzen, würde dir immer empfehlen mit einer Sprühflasche den Soil anzufeuchten und dann eine Folie über das Becken zu legen. Grundlegend ist Soil, so lange er geschlossen und luftdicht verpackt ist, ohne Zeitbegrenzung haltbar. Im laufenden Betrieb ist es nach meinen Erfahrungen so, dass der Soil nach 1-2 Jahren zusammenfällt. Das bedeutet, dass die Soil-Kugeln ihre Form verlieren und die Nährstoffe aufgebraucht werden. Je mehr der Soil verändert wird, umso schneller fällt er dir zusammen. Deswegen würde ich den Soil auch nach maximal 2 Jahren austauschen. Das heißt auch, dass ein Aquascape mit Soil als Bodengrund deutlich kürzer in Betrieb ist.  Hierbei du für dich entscheiden, ob sich das für dich lohnt oder nicht. Eine andere Variante ist, dass man zusätzlich Nährstoffe wie Mironekuton nach jedem Wasserwechsel dazu gibt, damit die Pflanzen immer noch genügend Nährstoffe für ein gutes Wachstum zu Verfügung haben. 

Fazit

Für ein Aquascape mit dem optimalen Bodengrund braucht es nicht viel. Entscheidend sind die Qualität und die Nährstoffe. Wir haben gelernt, was ein effektiver Bodengrund für dein Aquascape ist und wie du ihn aufbauen kannst. Außerdem habe ich dir die einzelnen Komponenten für den Bodengrundaufbau erklärt.  Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen. Nächste Woche setzen wir uns mit dem Thema “Hardscape im Aquarium” auseinander. Sei gespannt! Lasst gerne noch ein Feedback unter dem Artikel da und folgt uns auf Instagram und Facebook, um keine weiteren Themen zu verpassen.

 

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Emil

Emil

Hallo, mein Name ist Emil. Aquascaping interessiert mich schon seit 3 Jahren, wunderschöne Unterwasserlandschaften zu kreieren und jeden Tag einen Einblick in eine super interessante Welt zu haben, das ist für mich Aquascaping. In meiner Freizeit spiele ich Leistungssport Tennis und mache leidenschaftlich Musik, außerdem bin ich natürlich fleißig am Scapen.

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