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Worauf solltest du bei der Hardscape Auswahl für dein Aquascape achten?

Emil Enseleit
2021

Worauf solltest du bei der Hardscape Auswahl für dein Aquascape achten?

In diesem Artikel zeige ich dir verschiedene Steinsorten und demonstriere dir was ein Iwagumi ist. Außerdem wirst du sehen, welche Steine ich in dem Q-Grow Black Rock Iwagumi verwende und was die 5 häufigsten Fehler bei der Hardscape Auswahl sowie beim Kauf sind. 

Steinsorten

Es gibt sehr viele verschiedene Steinsorten im Aquascaping. Ich stelle dir hier die vier beliebtesten Steine für den Einstieg ins Aquascaping vor und zeige dir auch, welche Steine ich für das Q-Grow Black Rock Iwagumi ausgewählt habe. 

Lavagestein

Lavagestein gehört zu den porösesten Steinen im Aquascaping und gleichzeitig auch zu den leichtesten. Deshalb ist Lava Gestein auch im Vergleich zu den anderen Steinsorten, mit der günstigste Stein, den du bekommen kannst, weil er eben durch seine poröse Oberfläche unglaublich wenig wiegt. Lavasteine haben meistens eine schwarze Farbe, es kann aber auch ins rötliche bis bräunliche gehen. Die Steine sind durch ihr Aussehen schwierig einzusetzen, weil man keine wirklichen Landschaften damit bauen kann, da sie eine eher rundliche Form haben. Meistens setzt man sie für Insel -Layouts oder in Kombination mit Wurzelholz ein, da es dann einen natürlicheren Eindruck erweckt, denn wir im Aquascaping erreichen wollen. Lavagestein hat viele positive Eigenschaften, vor allem auf die Wasserwerte. Zu einem härtet es das Wasser nicht auf und zum anderen können sich sehr viele Mikroorganismen auf diesem Gestein ansiedeln und sorgt deshalb für eine zusätzliche Filterung im Becken. Deswegen benutze ich auch als unterste Schicht im Bodengrundaufbau Lavagestein (Vulcano Mineral). Die letzte positive Eigenschaft bezieht sich auch wieder auf die poröse Oberfläche von Lavagestein, denn es können daher auch sehr gut Moose oder Aufsitzerplfanzen darauf wachsen, weil sie sich überall “festkrallen” können.

Dragon Stones / Ohko

Der Dragon Stone oder auch Drachenstein ist nicht allzu lang im Thema Aquascaping vertreten, da er vor allem durch seine rötliche bis bräunliche, einzigartige Oberfläche auffällt. Mit Drachensteinen werden meistens Landschaften gebaut, die so nicht in der Natur vorkommen. Durch seine löchrige Oberfläche, ist er perfekt für Moose oder Aufsitzerpflanzen geeignet. Desweiteren kann man mit Dachsteinen leicht Layouts aufbauen, da diese Steine immer schon eine Richtung vorgeben und es damit auch ein sehr guter Stein zum Einstieg ist. Drachensteine härten das Wasser nicht auf, sind jedoch lehmhaltig, weswegen ich dir immer empfehlen würde ihn vorher auszuspülen, da sich oftmals nach eigener Erfahrung das Wasser verfärbt und eine leichte bis starke Trübung einstellt. Auch hier ist er wegen seiner Struktur und löchrigen Oberfläche sehr leicht und dementsprechend auch nicht sonderlich teuer. 

Ancient Stone / Frodo Stone

Der Frodo Stone ist einer der schwersten Steine im Aquascaping. Frodo Stones sind besonders, da sie meistens an einer Seite des Steines eine eher glatte Seite haben, dir dafür aber sehr stark zerklüftet ist. Mit einem Frodo Stone kannst du sehr gut Gebirge aufbauen, die aber für den Betrachter nah dran sind. Weil du ihn auch super übereinander legen kannst, eignet er sich auch gut für Aufbauten.Desweiteren kann man ihn auch gut mit Wurzeln kombinieren. Frodo Stones sind grau bis braun-beige. Sie härten das Wasser minimal auf, da sie sehr oft Kalkeinschlüsse haben. Durch sein Gewicht ist er mit einer der teuersten Steine. 

Minilandschaft / Seiryu Rock

Dies ist einer der wohl bekanntesten Steine im Aquascaping und ein echter Klassiker. Man benutzt ihn vor allem für Gebirgsaufbauten und Iwagumis. Seiryu Rocks fallen durch ihre zerklüftete Oberfläche auf, sind grau und haben öfters kleine weiße Adern. Diese sind Kalkeinschlüsse, weshalb diese Steine das Wasser auch am meisten aufhärten. Sie sind nicht so teuer wie zum Beispiel die Frodo Stones. Auch diesen Stein kann man sehr gut in Verbindung mit Holz verwenden.

Was ist Iwagumi?

Aquascapes im Iwagumi-Stil sind besondere Gestaltungsformen. Takashi Amano erschuf das Iwagumi Konzept. Dieses ganze Konzept basiert auf den japanischen Steingärten. Und so gibt es auch hier spezielle Regeln, an die du dich halten kannst, wenn du ein Iwagumi aufbauen willst. Natürlich ist es aber ganz dir überlassen, wie und in welcher Form du mit diesen Regeln arbeitest. Die Regeln basieren wie schon gesagt auf den japanischen Steingärten. So symbolisieren Steine zum Beispiel den Abstieg der Götter auf die Erde und symbolisieren gleichzeitig auch die Tiere der Natur. Bei japanischen Steingärten ist das wichtigste, dass sie der Natur folgen. Deshalb ist die erste Regel auch, dass die Anzahl der Steine immer ungerade sein soll, da es auch keine symmetrie in der Natur gibt. Die meisten Iwagumis besitzen 3,5 oder auch 11 Steine. Außerdem ist die Auswahl der Steine, wohl mit das wichtigste bei einem Iwagumi, da du versuchen solltest, dass jeder einzelne Stein auch eine eigene Charakter- Eigenschaft besitzt. In der Regel würde ich dir auch immer dazu raten, dass du sehr viel Auswahl an Steinen hast, kaufe lieber etwas mehr. Meistens werden Iwagumis auch nur mit einer Pflanzensorte bepflanzt und hauptsächlich verwendest du auch nur eine Steinsorte.  

Die Bedeutungen der Steine in einem Iwagumi

Der erste Stein, den du setzt, ist der Main Stone (Oyaishi), er ist auch der größte Stein. Der zweite Stein ist der Fukuishi, dieser ist der zweitgrößte Stein und wird als Kontrapunkt, also entgegen der Struktur zum Oyaishi gesetzt. Der dritte Stein, ist der drittgrößte Stein und nennt sich Soeishi, man kann diese Steine als Unterstützer bezeichnen. Die kleinstmögliche Größe von einem Stein im Iwagumi nennt sich Suteishi. Diese vier Bedeutungen gibt es also im Iwagumi. 

Steine für das Q-Grow Black Rock Iwagumi

Die Steine für mein Q-Grow Black Rock Iwagumi sind die Black Rocks von Aquasabi. Dieses Gestein ist durch seine besondere Farbe sehr auffällig und sticht somit heraus im Kontrast zu grünen Pflanzen. Man kann es gut mit Hölzern kombinieren, was ich aber in diesem Fall nicht mache, da ich ein klassisches Iwagumi aufbauen möchte. Die Black Rocks härten das Wasser minimal auf. 

Die häufigsten Fehler bei der Hardscape Auswahl und beim Kauf

Platz 5: 

Unterschätze nicht, dass die Pflanzen in deinem Aquascape später sehr viel Platz einnehmen werden. Deshalb benutze viel Hardscape und baue es mutig auf. 

Platz 4: 

Steine sehen in den meisten Fällen unter Wasser dunkler aus, beachte dies. Bei Wurzeln ist es so, dass wenn du welche benutzt, du sie erstmal wässern solltest, damit sie dir später nicht auftreiben und alle Pflanzen mit wegreißen.

Platz 3: 

Mische keine Steinsorten, da du diese, wenn du ein klassisches Aquascape aufbauen willst. Generell ist es auch einfach ästhetischer, wenn du dich auf eine Steinsorte beschränkst. 

Platz 2:

Nutze kleine Bruchstücke von Steinen, damit du Details ausarbeiten und natürliche Übergänge schaffen kannst, wie sie auch in der Natur vorkommen. 

Platz 1:

Sorge dafür, dass du genügend Hardscape hast, um Details besser zu benoten. Denn wenn du zu wenig Hardscape hast, sind keine Möglichkeiten vorhanden, ein schönes Aquascape- Layout aufzubauen. 

Fazit: 

In diesem Artikel, habe ich dir die beliebtesten Steinsorten gezeigt und dir die Unterschiede zwischen ihnen benannt. Außerdem hast du gelernt, wie du die 5 häufigsten Fehler bei der Hardscape Auswahl und dem Kauf vermeiden kannst. Du hast den ersten Einrichtungsstil kennengelernt und kennst jetzt alle Basics zum Thema Hardscape. Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen. Nächste Woche setzen wir uns mit dem Thema “CO2 im Aquarium” auseinander. Sei gespannt! Lasst gerne noch ein Feedback unter dem Artikel da und folgt uns auf Instagram und Facebook, um keine weiteren Themen zu verpassen.

 

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Emil

Emil

Hallo, mein Name ist Emil. Aquascaping interessiert mich schon seit 3 Jahren, wunderschöne Unterwasserlandschaften zu kreieren und jeden Tag einen Einblick in eine super interessante Welt zu haben, das ist für mich Aquascaping. In meiner Freizeit spiele ich Leistungssport Tennis und mache leidenschaftlich Musik, außerdem bin ich natürlich fleißig am Scapen.

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